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Zeitschrift für interkulturelle Germanistik - 16. Jahrgang, 2025: Muttersprache / Native Speaker – Interdisziplinäre Verhandlungen eines ambivalenten Konzepts: Einleitung: Muttersprache/Native Speaker. Interdisziplinäre Verhandlungen eines ambivalenten Konzepts (Esther Kilchmann/Nina Simon)

Zeitschrift für interkulturelle Germanistik - 16. Jahrgang, 2025: Muttersprache / Native Speaker – Interdisziplinäre Verhandlungen eines ambivalenten Konzepts

Einleitung: Muttersprache/Native Speaker. Interdisziplinäre Verhandlungen eines ambivalenten Konzepts (Esther Kilchmann/Nina Simon)

Einleitung: Muttersprache/Native Speaker

Interdisziplinäre Verhandlungen eines ambivalenten Konzepts

Esther Kilchmann/Nina Simon

Title

Native Speaker – Interdisciplinary negotiatios of an ambivalent concept

Keywords

Native Speaker; Mother Tongue; interdisciplinarity (re)negotiations; ambivalence

Das vorliegende Themenheft widmet sich der kritischen Befragung des Konzeptes und der Begrifflichkeit der ›Muttersprache‹ bzw. des Native Speakers aus unterschiedlichen fachlichen und theoretischen Perspektiven. Untersucht werden sowohl ihre literatur- und kulturhistorische Verbreitung und kritische Verhandlung als auch ihre anhaltende Prägekraft insbesondere im Bildungsbereich, die vor dem Hintergrund einer gegenwärtig immer stärker von Mehrsprachigkeit und Migration geprägten Gesellschaft als zunehmend problematisch erscheint. Mit dem Begriff der Muttersprache und dem daran geknüpften native speakerism stehen im Folgenden weniger im engeren Sinne linguistische als vielmehr kulturelle Konzepte zur Diskussion, die spätestens seit 1800 stark von literarischen, pädagogischen und didaktischen Diskursen im Kontext der modernen Nationsbildungen geprägt werden. Sie sind tief in das moderne Verständnis von Sprachen, ihrer Standardisierung und ihrer Erwerbs- und Verwendungsformen eingelassen und überdies mit Fragen der Identität und Bestimmung sozialer und nationaler (Nicht‑)Zugehörigkeit verbunden. Zugrunde liegt dabei bekanntlich die idealtypische Vorstellung, dass ein Kind von Geburt an in der Kernfamilie, vermittelt durch die Mutter als angenommener engster Bezugsperson, intuitiv eine natürliche Sprache erwirbt, zu der es eine lebenslang einzigartige emotionale Bindung entwickelt und die außerdem gleichsam natürlicherweise fehlerlos beherrscht und in familiärer wie größerer Gemeinschaft vornehmlich – wenn nicht ausschließlich – gebraucht wird. Nach ›außen‹ gilt der Native Speaker folglich als idealtypische Vertreterin bzw. als idealtypischer Vertreter einer Sprache und somit als linguistisches Vorbild für den Fremd- bzw. Zweitspracherwerb. Dabei wird sowohl von monolingual normierten und stark standardisierten Sprachordnungen ausgegangen, in denen einzelne Sprachen als in sich geschlossene linguistische Systeme klar von anderen abgrenzbar erscheinen, als auch von weitgehend homogenen Sprechkollektiven, in denen eine einzelne standardisierte Sprache dominiert und die wiederum häufig an das Modell des Nationalstaates geknüpft sind. Wie die Forschung bereits gezeigt hat, präsentieren sich Muttersprache und Native Speaker zwar als quasinatürliche Gegebenheiten, sind realiter aber Resultate linguistischer Normierungen wie vielfältiger historisch-literarischer Konstruktionen und (bildungs)politischer Praktiken (vgl. Doerr 2009; Bonfiglio 2010; Slavkov/Melo-Pfeifer/Kerschhofer-Puhalo 2022). Trotz der Ersetzung des Begriffs der Muttersprache durch den wertneutraleren der Erstsprache (L 1) in der Linguistik, trotz seiner umfassenden Kritik aus literatur- und kulturwissenschaftlicher wie didaktischer Perspektive (vgl. u.a. Ahlzweig 1994; Yildiz 2012; Götz 2016) wirkt die Unterscheidung zwischen ›muttersprachlichen‹ und ›nichtmuttersprachlichen‹ Sprechenden bis heute – oft latent – fort. Aus wissenschaftlicher und insbesondere linguistischer Sicht mag es sich dabei um weitgehend veraltete Begrifflichkeiten handeln, trotzdem verfügen sie nach wie vor über einen Hof an sozialen, bildungspolitischen wie literarisch-ästhetischen Effekten und beeinflussen Sprachverständnis und soziale Wahrnehmung von Sprecher:innen, affektive Reaktionen auf bestimmte Sprachen und Akzente, Modelle von Sprachlehre und Bildung sowie Literaturproduktion und -rezeption (vgl. Beinhoff 2013; Habjan 2018). In der Unterrichtspraxis etwa wirken sie zuweilen auch dort fort, wo man zunehmend bemüht ist, mehrsprachige Klassenzusammensetzungen als Regelfall anzuerkennen (vgl. Dirim/Simon 2022). In den Worten Adrian Hollidays (2015: 11): »[N]ative-speakerism has almost disappeared between the lines of our everyday professional lives. This is particularly damaging because issues may appear to have been solved when in fact they have not.« Vor diesem Hintergrund schließt das Themenheft an die Forderung neuester Forschungsarbeiten an, gerade die Kritikresistenz der Vorstellung des Native Speakers und des native speakerism zum Anlass zu nehmen, diesen sowohl auf methodisch-theoretischer Ebene als auch durch zusätzliche Fallstudien kontinuierlich weiter zu diskutieren und fortlaufend zu problematisieren (vgl. Slavkov/Melo-Pfeifer/Kerschhofer-Puhalo 2022: 2). Dazu werden hier neue Wege interdisziplinärer Zusammenarbeit beschritten und mit Beiträgen aus Literatur- und Kulturwissenschaft sowie aus der DaF/DaZ-Forschung sonst eher getrennt gehaltene Disziplinen in einen Dialog gebracht. Dies ist für das Thema aus mehreren Gründen wichtig: zunächst aus historischen, da die Entwicklung eines emphatischen und zugleich auf die Bestimmung nationaler Zugehörigkeit abzielenden Muttersprachkonzeptes historisch in enger Verbindung von pädagogischen und literarischen Diskursen erfolgt und konstitutiv mit Fragen des Spracherwerbs verknüpft ist (vgl. Kittler 1985; Ahlzweig 1994). Die Literatur wird ebenfalls spätestens seit der Romantik stark von monolingualen und nationalsprachlichen Paradigmen reguliert und außerdem traditionell in der Sprachlehre als vorbildlicher Sprachgebrauch herangezogen (vgl. Gramling 2016). Gleichzeitig zeigen neuere literaturwissenschaftliche Forschungen, dass die Literatur auch ein Ort ist, wo kulturelle Vorstellungen von Muttersprache ambivalent verhandelt und hinterfragt werden (vgl. Yildiz 2012). Gerade in der Gegenwartsliteratur wird die vermeintlich einmalige Bindung an die Herkunftssprache und die romantische Auffassung, dass Dichter:innen nur in ihrer Muttersprache schöpferisch tätig sein könne, von mehrsprachigen Autor:innen programmatisch durchkreuzt (vgl. u.a. Sturm-Trigonakis 2007; Siller/Vlasta 2020). Dabei wird auch zur Diskussion gestellt, inwiefern die spezifische Literatursprache durch ihre Poetizität, ihre sprachliche Innovation und Kreativität nicht ohnehin Konzepte von Standardisierung und Muttersprachlichkeit unterläuft und statt Sprache eines familiären oder nationalen Kollektivs eine radikal eigene Ausdrucksform ist (vgl. Kilchmann 2024).

Zwischen aktueller literaturwissenschaftlicher und didaktischer Forschung zum Thema gibt es dabei vielfältige Berührungspunkte, die mit diesem Heft besser sichtbar gemacht werden sollen. Aus Sicht einer Didaktik, die ihre Überlegungen kulturwissenschaftlich (häufig in der Tradition der Cultural Studies) perspektiviert und damit (ungleich anderen didaktischen Überlegungen) immer auch gesellschaftstheoretisch fundiert, wurde im Rahmen migrationspädagogischer Überlegungen (vgl. Dirim/Mecheril 2016) insbesondere das exkludierende Moment des Konstrukts Muttersprachler:in herausgearbeitet, das sich in (neo)linguizistischen Diskursen und Praktiken zeigt (vgl. Dirim 2010; Dirim/Pokitsch 2018). (Neo‑)Linguizismus bedingt weiterhin Spracherwerbsmythen (vgl. Springsits 2015) und ist, auch dies stellen die diesbezüglichen Arbeiten deutlich heraus, ebenso wie etwa die Bezeichnungen ›Muttersprachler:in‹, ›Fremdsprachler:in‹ und ›Zweitsprachler:in‹ (vgl. Uphoff 2021), als eng verwoben mit Wissensordnungen und Subjektpositionen zu reflektieren (vgl. Knappik 2018; Bjegač 2020; Pokitsch 2022). Dies macht es erforderlich, Sprache und Bildung in Migrationsgesellschaften als prekarisiertes Verhältnis (vgl. Thoma/Knappik 2015) zu beleuchten und damit einhergehend weiter über die normativen Grundlagen und reflexiven Verortungen im Kontext von DaF und DaZ (vgl. Dirim/Wegner 2018) und gekoppelt daran mit Blick auf das Konstrukt Muttersprache nachzudenken. Dies erscheint nicht zuletzt bedeutsam, weil eine affirmative Fortschreibung dieses Konstrukts Ausgrenzungen von Deutschlernenden (re)produziert (vgl. Khakpour 2015). Eine solche Fortschreibung findet sich, mal implizit, mal explizit, u.a. im nach wie vor auszumachenden monolingualen Habitus (vgl. Gogolin 1994) ebenso wie in sprachwissenschaftlichen Überlegungen, die auf der Imagination von Einsprachigkeit basieren (vgl. Busch 2012).

Vor diesem Forschungshintergrund ist es das Hauptanliegen des Themenheftes, neue Fallstudien aus bislang nicht ausreichend untersuchten Bereichen zu präsentieren und so spezifische Ausprägungen und Verwendungen, aber auch kritische Verhandlungen von Muttersprache und mögliche Alternativen zu einem von diesem Konzept geprägten Sprachverständnis aus Sicht der einzelnen Disziplinen darzulegen. Dies schließt eine Erkundung der ambivalenten Perspektiven auf Muttersprache bzw. Native Speaker ein, die sowohl als hegemoniale Konzepte der Mehrheitsgesellschaft wie als Bestandteil der Forderung von Minderheiten nach politischer und kultureller Anerkennung fungieren. Nicht zuletzt geht es in dem Themenheft darum, den Transfer der wissenschaftlichen Resultate in die Sprachlehr- und Unterrichtspraxis sowie in weitere gesellschaftliche Bereiche zu fördern, wozu gerade in den Beiträgen aus dem Bereich DaF/DaZ Vorschläge zur Verbesserung der Vermittlungswege und zur praktischen Umsetzbarkeit der wissenschaftlich-theoretischen Kritik entwickelt werden.

Die Anordnung der Beiträge entspricht dem Ziel des Heftes, das Konzept der Muttersprache bzw. des Native Speakers sowohl in seiner historischen Entwicklung und gegenwärtigen Wirkung als auch am Schnittpunkt unterschiedlicher Diskurse und Disziplinen zu untersuchen. Zu Beginn legt Tomás Espino Barrera entlang pädagogischer Diskurse, die sich um das mütterliche Stillen und um Ammen drehen, dar, wie Sprache, Nation und Kindererziehung um 1800 in einen engen diskursiven Zusammenhang gebracht wurden und die Nationalsprache als ›Muttersprache‹ mit körperlichen und emotionalen Dimensionen ausgestattet wurde. Dirk Weissmann untersucht anschließend die literarische Verhandlung von Muttersprache und Dialekt bei Johann Wolfgang von Goethe im Kontext erstarkender nationalsprachlicher Diskurse. Dabei erkundet er insbesondere anhand der Figur der Mignon aus Wilhelm Meisters Lehrjahre das Spannungsfeld zwischen nationalem Standard, Hybridität und Literatursprache. Natascha Khakpour beleuchtet das Konzept der ›Muttersprache‹ im Kontext migrationsbezogener und bildungspolitischer Dynamiken, konzentriert sich dabei auf die beruflichen Identitäten und biografischen Konstruktionen von Lehrer:innen und hebt die Rolle der sprachlichen Positionierung innerhalb von Machtstrukturen und Hierarchien hervor. Daniele Polizio und Doris Pokitsch eruieren, wie sprachliche Ideologien im Zusammenhang mit dem Konzept ›Muttersprache‹ Diskurse über Sprachkompetenz und natio-ethno-linguale Zugehörigkeit prägen. Sie untersuchen die Dichotomie zwischen ›Muttersprachler:innen‹ und ›Nicht-Muttersprachler:innen‹ und konzentrieren sich dabei auf zwei gegensätzliche sprachliche Gefühle, die als sich gegenseitig ausschließend dargestellt werden. İnci Dirim erörtert, weshalb in keinem der Sprachstandserhebungsinstrumente, die in den letzten Jahren als Grundlage für die sprachliche Bildung zwei- und mehrsprachiger Kinder und Jugendlicher im (sogenannten) deutschsprachigen Raum entwickelt wurden, der Begriff der Muttersprachler:innen explizit erwähnt wird, obgleich Muttersprachler:innen in der Regel das versteckte Konstrukt sind, das den Instrumenten zugrunde liegt, und reflektiert dies aus migrationspädagogischer Perspektive. Esther Kilchmann erstellt in ihrem Beitrag eine Übersicht über Texte der Gegenwartsliteratur, die programmatisch den Eindruck eines ›nichtmuttersprachlichen‹ Schreibens schaffen, indem sie mit für den Deutscherwerb typischen Abweichungen vom Standard und grammatischen und orthografischen ›Fehlern‹ arbeiten und so das kreative Potential unterschiedlicher Stufen des Spracherwerbs ausloten. Julia Boog-Kaminski widmet sich ebenfalls experimentell literarischen Lautgestaltungen jenseits normierter Nationalsprachen und geht ausgehend von Jacques Lacans Konzept der lalangue der Frage nach, inwiefern im kindlichen Lallen eine Öffnung auf verschiedene Sprachen und Geräusche erkennbar ist, die die Zuschreibung einer erstsprachlichen Bindung an eine Sprache unterläuft. Im letzten Beitrag von Arantzazu Saratxaga wird die Diskussion um das Konzept der Muttersprache um eine philosophische Perspektive erweitert. In der Beschäftigung mit mütterlichen Ursprungsfiguren der antiken Mythologie wird dabei die Frage aufgeworfen, inwiefern mit der Stimme der Mutter auf einen gescheiterten Anfang und somit eine Asymmetrie in der Kommunikation verwiesen wird.

Literatur

Ahlzweig, Claus (1994): Muttersprache – Vaterland. Die deutsche Nation und ihre Sprache. Opladen.

Beinhoff, Bettina (2013): Perceiving Identity through Accent: Attitudes towards Non-Native Speakers and their Accents in English. Oxford u.a.

Bjegač, Vesna (2020): Sprache und (Subjekt‑)Bildung − Selbst-Positionierungen mehrsprachiger Jugendlicher. Berlin/Toronto.

Bonfiglio, Thomas Paul (2010): Mother Tongues and Nations. The Invention of the Native Speaker. New York.

Busch, Brigitta (2012): Das sprachliche Repertoire oder: Niemand ist einsprachig. Vorlesung zum Antritt der Berta-Karlik-Professur an der Universität Wien. Klagenfurt.

Dirim, İnci (2010): »Wenn man mit Akzent spricht, denken die Leute, dass man auch mit Akzent denkt oder so.« Zur Frage des (Neo‑)Linguizismus in den Diskursen über die Sprache(n) der Migrationsgesellschaft. In: Paul Mecheril u.a. (Hg.): Spannungsverhältnisse. Assimilationsdiskurse und interkulturell-pädagogische Forschung. Münster, S. 91-114.

Dies./Mecheril, Paul (2016): Warum nicht jede Sprache in aller Munde sein darf? Formelle und informelle Sprachregelungen als Bewahrung von Zugehörigkeitsordnungen. In: Karim Fereidooni/Meral El (Hg.): Rassismuskritik und Widerstandsformen. Wiesbaden, S. 447-462.

Dies./Pokitsch, Doris (2018): (Neo‑)Linguizistische Praxen in der Migrationsgesellschaft und ihre Bedeutung für das Handlungsfeld ›Deutsch als Zweitsprache‹. In: OBST. Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie 93: Phänomen ›Mehrsprachigkeit‹: Einstellungen, Ideologien, Positionierungspraktiken, S. 13-32.

Dies./Simon, Nina (2022): Vorbild ›Native Speaker‹? Zu Möglichkeiten und Grenzen der Anerkennung neuer Formen migrationsgesellschaftlicher Varianten des Deutschen im Deutschunterricht. In: Leseräume. Zeitschrift für Literalität in Schule und Forschung 9, H. 8, S. 1-13; online unter: https://xn--leserume-4za.de/wp-content/uploads/2022/12/lr-2022-1-Dirim-Simon.pdf [Stand: 1.8.2025].

Dies./Wegner, Anke (Hg.; 2018): Normative Grundlagen und reflexive Verortungen im Feld DaF und DaZ. Leverkusen.

Doerr, Neriko Musha (2009): The Native Speaker Concept. Ethnographic Investigations of Native Speaker Effects. Berlin.

Gogolin, Ingrid (1994): Der monolinguale Habitus der multilingualen Schule. Münster/New York.

Götz, Irene (2016): Die sollen erst mal richtig deutsch lernen. Sprache und Diskriminierung. Ein Gastbeitrag. In: Der Spiegel (online), 2. Juli 2016; online unter: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sprache-und-diskriminierung-gastbeitrag-von-irene-goetz-a-1098835.html [Stand: 1.8.2025].

Gramling, David (2016): The Invention of Monolingualism. New York.

Habjan, Ana Monika (2018): Regel, Fehler, Korrektur. Der non-native discours in Linguistik und Sprachphilosophie. Göttingen.

Holliday, Adrian (2015): Native-Speakerism. Taking the Concept Forward and Achieving Cultural Belief. In: Ders./Pamela Aboshiha/Anne Swan (Hg.): (En)Countering Nativespeakerism. Hampshire, S. 11-25.

Khakpour, Natascha (2015): »Alles steht und fällt mit der Deutschnote.« Anmerkungen zum »außerordentlichen Status« und Fragen nach einem prekarisierten Verhältnis von Sprachen und Bildung. In: Nadja Thoma/Magdalena Knappik (Hg.): Sprache und Bildung in Migrationsgesellschaften. Machtkritische Perspektiven auf ein prekarisiertes Verhältnis. Bielefeld, S. 223-243.

Kilchmann, Esther (2024): Poetologie und Geschichte literarischer Mehrsprachigkeit. Deutschsprachige Literatur in translingualen Bewegungen (1900-2010). Berlin.

Kittler, Friedrich A. (1985): Aufschreibesysteme 1800, 1900. München.

Knappik, Magdalene (2018): Schreibend werden. Subjektivierungsprozesse in der Migrationsgesellschaft. Bielefeld.

Pokitsch, Doris (2022): Wer spricht? Sprachbezogene Subjektivierungsprozesse in der Schule der Migrationsgesellschaft. Wiesbaden.

Siller, Barbara/Vlasta, Sandra (Hg.; 2020): Literarische (Mehr)Sprachreflexionen. Wien.

Slavkov, Nikolay/Melo-Pfeifer, Sylvía/Kerschhofer-Puhalo, Nadja (Hg.; 2022): The Changing Face of the Native Speaker. Berlin.

Springsits, Birgit (2015): »Nein, das kann nur die Muttersprache sein.« Spracherwerbsmythen und Linguizismus. In: Nadja Thoma/Magdalena Knappik (Hg.): Sprache und Bildung in Migrationsgesellschaften. Machtkritische Perspektiven auf ein prekarisiertes Verhältnis. Bielefeld, S. 89-108.

Sturm-Trigonakis, Elke (2007): Global playing in der Literatur. Ein Versuch über die Neue Weltliteratur. Würzburg.

Thoma, Nadja/Knappik, Magdalena (Hg.; 2015): Sprache und Bildung in Migrationsgesellschaften. Machtkritische Perspektiven auf ein prekarisiertes Verhältnis. Bielefeld.

Uphoff, Dörthe (2021): DaF, DaZ, DaT, Língua Adicional: Wissensordnungen und Subjektpositionen in der Didaktik des Deutschen als Nicht-L1. In: Pandaemonium 24, H. 43, S. 38-65.

Yildiz, Yasemin (2012). Beyond the Mother Tongue. The Postmonolingual Condition. New York.

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Mutter- oder Ammensprache?. Sprache, Nation und Kindererziehung um 1800 (Tomás Espino Barrera)
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